Letztes Feedback

Meta





 

Mißbrauchsdiskussion in der kath. Kirche

Eines vorab: Ich bin evangelischer Christ, der der Ökumene und der kath. Kirche sehr positiv gegenübersteht. Als solcher freue ich mich auch auf den Kirchentag in München.

Sicher - die Mißbrauchsdiskussion nervt auch mich mittlerweile. Dann lese ich aber heute in der Sonntagszeitung, dass Erzbischof Zöllitisch einerseits angibt, dass es im Erzbistum 31 Beschuldigte wg. sexuellen Übergriffen gibt (davon 22 Priester und Ordensbrüder), andererseits spricht er aber: "Wir haben alle unter dem zu leiden, was einige wenige getan haben".

Dem muss ganz entschieden widersprochen werden!!!

Das Erzbistum Freiburg hatte Ende 2007 etwas mehr als 1200 Priester. 22 sind also knapp 2 Prozent. Man kann sagen, dass seien "einige wenige". Wenn man aber als Kirche das Problem jahrzehntelang unter der Decke gehalten hat (man kann auch sagen "vertuscht hat" ), dann muss man sich nach der Verantwortung als Kirche fragen. Und wenn dieses Problem nicht nur in Deutschland sondern auch in Irland, den USA und sicher auch in weiteren Ländern auftritt, dann muss sich auch der Vatikan (und damit der Papst) fragen, wie es mit der Verantwortung der Kirche als Gemeinschaft aussieht.

Genau das tut der Papst nicht. Er fordert Aufklärung und Veränderungen, aber die Kirche ist für diese "Einzelfälle" aus seiner Sicht nicht verantwortlich. Möglicherweise hat er Angst, eine erneute Diskussion über das Zöllibat heraufzubeschwören.

Es wäre - vor allem für die Opfer des Missbrauchs - ein starkes Zeichen, wenn der Papst für die kath. Kirche hier Schuld bekennen und um Vergebung bitten würde. Und ich bin sicher: Ein solcher Schritt würde von der Öffentlichkeit respektiert und die Treibjagt, die mache in vielen Medien gg die kath. Kirche sehen wollen, hätte ein Ende.

5.4.10 10:57

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen